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AIRCHILL · Medizintechnik in Entwicklung

Kontrollierte Kühlung, in die Beatmung integriert.

AIRCHILL ist ein Transportbeatmungs-Konzept in der Entwicklungsphase, das kontrollierte Atemwegskühlung mit Beatmung verbindet. Der Kühlmechanismus wurde präklinisch untersucht und publiziert. Ein klinischer Nutzen für Patientinnen und Patienten ist noch nicht nachgewiesen.

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Was bislang gemessen wurde

−0,83 °C

Temperaturänderung im vorderen Gehirnbereich nach fünf Minuten Kühlung im veröffentlichten Schweinemodell.

−0,33 °C

Temperaturänderung des Gesamtgehirns im selben Zeitraum.

−0,33 °C

Messbare Änderung im inferioren Frontallappen gesunder Probanden in der ISMRM-Arbeit.

73 ± 14 %

Des maximal gemessenen Effekts wurden innerhalb von drei Minuten erreicht.

6 h

Beatmung mit kalter Luft im präklinischen Sicherheitsversuch; die Lungenhistologie blieb intakt.

0 Patienten

Bislang wurden keine Patienten mit AIRCHILL behandelt. Es gibt daher noch keine klinischen Wirksamkeits- oder Patientensicherheitsdaten.

Das Gerätekonzept

Die Vision ist eine Plattform für Transportbeatmung, kontrollierte Kühlung und später weitere Monitoring-Funktionen. Der investierbare erste Schritt ist bewusst enger: Beatmung plus Kühlung. Die aktuell gezeigten Gerätebilder sind Design-Renderings und kein zugelassenes Serienprodukt.

Beatmung + Kühlung

Kontrollierte Atemwegskühlung soll in denselben Gasweg integriert werden, der bei intubierten Notfallpatienten ohnehin genutzt wird.

Bedieneinheit

Geplant ist eine abnehmbare Steuerung für die Arbeit unmittelbar am Patienten.

Monitoring später

ECG, Defibrillation und weitere Module sind als spätere OEM-Erweiterungen vorgesehen und gehören nicht zum aktuellen Produktclaim.

Entwicklungsstand

Kein Design Freeze, keine CE-Kennzeichnung und keine Freigabe für die Patientenbehandlung.

Mechanismus und präklinische Evidenz

Die Arbeiten wurden an der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im Rahmen des BMBF-Go-Bio-Projekts 031A530 durchgeführt. Das Projekt umfasste insgesamt 14 Schweine und 11 gesunde Probanden; einzelne publizierte Messwerte stammen aus kleineren Teilgruppen.

Schweinemodell

Im peer-reviewten Datensatz wurden fünf Tiere mit MRT-Thermometrie untersucht. Nach fünf Minuten Kühlung lag die mittlere Änderung des Gesamtgehirns bei −0,33 ± 0,30 °C, anterior bei −0,83 ± 0,51 °C und posterior bei −0,03 ± 0,21 °C.

Gesunde Probanden

In drei Experimenten mit zwei Probanden wurde eine signifikante Temperaturänderung von −0,33 °C im inferioren Frontallappen gemessen. Andere untersuchte Regionen zeigten keine vergleichbare Änderung.

Atemwegssicherheit

Im präklinischen Versuch wurde bis zu sechs Stunden Luft mit −20 °C über einen Endotrachealtubus appliziert. Histologie, CT und Perfusionsuntersuchungen ergaben in diesem Versuchsaufbau keine daraus ableitbaren Sicherheitsbedenken.

Methodik

Zu den verwendeten Verfahren gehörten 3-Tesla-MRT, Protonenresonanzfrequenz-Thermometrie sowie invasive Temperaturmessungen zur unabhängigen Plausibilisierung.

Wichtige Grenze: Diese Ergebnisse belegen einen Mechanismus und präklinische Machbarkeit. Sie belegen nicht, dass AIRCHILL neurologische Ergebnisse verbessert oder die Sterblichkeit senkt.

Was gegen die eigene Hypothese spricht

Wir veröffentlichen auch ungünstige Befunde. Im eigenen Go-Bio-Abschlussbericht wurde die Kühlleistung des endotrachealen Wegs als gering bzw. lokal begrenzt beschrieben, vermutlich im Zusammenhang mit Totraumventilation. Zudem verfehlte die transnasale RhinoChill-Technologie im PRINCESS-Trial ihren primären Endpunkt, und auch spätere Subgruppenanalysen großer Temperaturmanagement-Studien liefern keinen Nachweis eines generellen klinischen Vorteils später Kühlung.

Folgerung: Genau deshalb muss die Frage nach sehr früher Kühlung in den ersten Minuten separat und kontrolliert untersucht werden. Ein positiver Ausgang ist nicht vorausgesetzt.

Drei Evidenz-Gates

Gate A · 2026–2028

Bench-Tests und Atemwegssicherheit: Temperatur, Flow, FiO₂, Feuchtigkeit, Kondensation, Druck, Sauerstoffkompatibilität, Transport/Vibration und ISO-18562-relevante Prüfungen.

Gate B · geplant 2029

First-in-patient-Feasibility mit einer derzeitigen Planungsgröße von etwa 40–80 Patienten. Endpunkte: technische Leistung, Prozessintegration, Atemwegssicherheit und temperaturbezogene Parameter.

Gate C · geplant 2030–2031

Bestätigende Studie mit derzeitiger Planungsgröße von etwa 300–600 Patienten. Die finale Fallzahl kann erst nach belastbaren Effekt- und Ereignisraten festgelegt werden.

Zeiträume, Fallzahlen und Kosten sind Management-Planungsannahmen und keine Zusagen.

Investoren und Finanzierung

7,5 Mio. €

Aktuell modellierte Finanzierungsrunde über 30 Monate.

10–15 Mio. €

Indikative Folgefinanzierung nach Gate B.

12 / 17 / 24 Mio. €

Niedrig-, Basis- und Hochband der internen Planung bis zu einem engen Performance-/Safety-Claim.

0 Umsatz bis 2031

Das Basismodell unterstellt bewusst keine kommerziellen Erlöse bis 2031.

Unterstützung durch Ethical Saving gUG

Ethical Saving gUG unterstützt Medical Cooling bei Forschung, Entwicklung und der Vorbereitung eines tragfähigen Erstattungswegs. Spenden finanzieren keine Beteiligung und keinen Renditeanspruch. Sie unterstützen Bench-Arbeit, präklinische Sicherheit, Studienvorbereitung, Erstattungsgrundlagen und die offene Veröffentlichung von Ergebnissen – einschließlich negativer Ergebnisse.

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Die aktuelle Bedienoberfläche ist ein Entwicklungsprototyp und kein zugelassenes Medizinprodukt.

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Global Activities

Die Standortübersicht ist für Kooperationen, Forschung, Entwicklung und Veranstaltungen vorbereitet. Zu jedem Ort können später Bild, Beschreibung und Link hinterlegt werden.

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